22. No-Stop-Shop

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Weniger ist manchmal mehr: Dienstleistungen und Anforderungen für einen No-Stop-Shop

Sebastian Halsbenning, Hendrik Scholta, Bettina Distel

Zusammenfassende Empfehlungen

Ziele dieser Studie sind die Entwicklung einer Methode als ein maßgeschneidertes Instrument zur Entscheidungsunterstützung für die Auswahl von Dienstleistungen für einen No-StopShop sowie die Erstellung eines Anforderungskatalogs an einen No-Stop-Shop, der sowohl Verwaltungs- als auch Bürgerinteressen im Sinne ihrer digitalen Souveränität berücksichtigt und in Einklang bringt. In dieser Studie wird eine Methode entwickelt, die die Auswahl von Verwaltungsleistungen für No-Stop-Shops ermöglicht. Zudem wird ein umfassender Anforderungskatalog für die proaktive Leistungsberingung in öffentlichen Verwaltungen erstellt, um die digitale Souveränität der Bürger*innen bei der Erbringung von Leistungen durch No-Stop-Shops sicherzustellen. Aus den Ergebnissen dieser Studie ergeben sich unterschiedliche Handlungsempfehlungen an die Verwaltung zur Umsetzung von NoStop-Shops, die die digitale Souveränität der Bürger*innen mit Verwaltungsinteressen in Einklang bringen:

1. Verwaltungen sollten sich vor der Einführung von No-Stop-Shops einen Überblick über die aktuellen Prozesse in der Leistungserbringung verschaffen und Leistungen identifizieren, die bereits proaktiv erbracht werden oder in naher Zukunft erbracht werden können.

2. In diesem Zusammenhang sollten Verwaltungen kritisch evaluieren, welche Dienstleistungen überhaupt im Rahmen eines No-Stop-Shops erbracht werden können und sollten.

3. Verwaltungen sollten Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen in die Anwendung der Methode zur Dienstleistungsauswahl einbinden und gemeinsam über eine Priorisierung der Leistungen entscheiden lassen, da verschiedene Expertisen hilfreich sind und die Ergebnisqualität sichern.

4. Verwaltungen sollten bei der Auswahl von Services für einen No-Stop-Shop den Nutzen sowohl für Bürger*innen als auch für die Verwaltung selbst berücksichtigen und abwägen.

5. Verwaltungen müssen bei der Einführung von No-Stop-Shops geltende datenschutzrechtliche Vorgaben beachten und umsetzen.

6. Verwaltungen müssen bei der Erbringung von Leistungen im No-Stop-Shop ihren Umgang mit Daten transparent und nachvollziehbar offenlegen.

7. Verwaltungen sollten die Umsetzung von NoStop-Shops mit vertrauensstiftenden Maßnahmen flankieren, um langfristig die Akzeptanz durch Bürger*innen sicherzustellen.

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