NEGZ-Herbsttagung 2025

Wann?

Montag, 15. September 2025

ab 09:30 Uhr

bis 22:00 Uhr

Wo?

silent green Kulturquartier
Gerichtstraße 35
13347 Berlin

Teilnahmegebühr

NEGZ-Mitglieder und Angehörige von Mitgliedsorganisationen: 60€
Nicht-Mitglieder: 80€




Was ist die NEGZ-Herbsttagung?

Die NEGZ-Herbsttagung ist das jährliche Treffen für alle, die sich mit der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung beschäftigen. Sie bringt Expert:innen aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam über aktuelle Herausforderungen und Lösungen zu diskutieren.

Im Mittelpunkt stehen interaktive Workshops statt Frontalvorträge – die Teilnehmer:innen tauschen Wissen aus, entwickeln neue Ideen und diskutieren praxisnahe Ansätze für die Verwaltungsmodernisierung. Die Tagung bietet zudem viele Gelegenheiten zum Netzwerken und zum informellen Austausch.

Ob erfahrener Profi oder Neuling im Thema – hier kann jede:r mitdiskutieren und Impulse mitnehmen!

Bitte beachtet: Dieses Jahr gibt es eine kleine Neuerung: Für die Herbsttagung erheben wir erstmals eine Teilnahmegebühr von 60 € für NEGZ-Mitglieder und Angehörige von Mitgliedsorganisationen sowie 80 € für Nicht-Mitglieder.
Warum? Weil wir planen wollen – mit euch! In der Vergangenheit wurden viele Plätze kurzfristig nicht genutzt. Das ist schade für alle, die auf der Warteliste stehen – und für den gemeinsamen Austausch.


Der Ort & Lageplan

Die NEGZ-Herbsttagung 2025 findet im silent green Kulturquartier in Berlin statt. Das ehemalige Krematorium in Berlin-Wedding wurde zu einem einzigartigen Veranstaltungsort umgestaltet und bietet heute Raum für Tagungen, kreative Formate und interdisziplinären Austausch.

Mit seinen modernen Räumen und der besonderen Atmosphäre schafft das silent green den perfekten Rahmen für unsere Workshops und Diskussionen.


Förderung

Wir freuen uns, die diesjährige NEGZ Herbsttagung mit einer finanziellen Förderung (Förderbereich Digitale Vernetzung und Formen der Zusammenarbeit) der DATEV-Stiftung Zukunft umsetzen zu können.


„Vielfalt leben – Die NEGZ-Herbsttagung als inklusiver Begegnungsraum“

Die NEGZ-Herbsttagung versteht sich als inklusiver Begegnungsraum, an dem alle willkommen sind und  jede Stimme gehört werden soll. Unser Anliegen auf der Tagung ist es, möglichst viele Teilnehmende aktiv einzubeziehen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der Unterschiede wertgeschätzt werden. Nähere Informationen und Impulse, wie Awareness helfen kann, Barrieren abzubauen und Chancengleichheit zur fördern, findet ihr hier in einer Übersicht des AK Diversity:


Das Programm

9:30h

Begrüßung und Check-in (Kuppelhalle)

10:00h

Parallele Workshops 1-7

1 | Standardisierung für KI-Systeme – Transparenz, Sicherheit, Fairness

KI-Systeme dringen in immer mehr Anwendungsfelder vor – von Gesundheitswesen über Verkehrssteuerung bis hin zur kommunalen Verwaltung. Mit wachsender Verbreitung steigt die Erkenntnis: Ohne technische, rechtliche, organisatorische und ethische Standards droht ein Flickenteppich an Insellösungen, Intransparenz und Vertrauensverlust. Standardisierung ist dabei keine Hürde, sondern ein Schlüssel für verantwortungsvolle, skalierbare und interoperable KI-Systeme. Im Verwaltungskontext ist die Standardisierung aufgrund der rechtlichen Vorgaben des AI-Act, des Datenschutzes und einer Vielzahl an unterschiedlichen Datenbeständen besonders dringlich.

In diesem Workshop stellen wir euch Model Cards vor – ein standardisiertes Instrument, das die wichtigsten Rahmenbedingungen verständlich und vergleichbar dokumentiert. Für die öffentliche Verwaltung empfiehlt sich eine normierte Form, die über technische Details hinaus auch rechtliche, ethische und organisatorische Rahmenbedingungen dokumentiert. Model Cards können die Entscheidungsebene und Mitbestimmungsgremien der Verwaltungen bei der Auswahl, Bewertung und datenschutzrechtlichen Einordnung der Systeme unterstützen. Dies fördert Vertrauen, Vergleichbarkeit und Governance. Gemeinsam diskutieren wir Umsetzungsmöglichkeiten, Vorteile, potenzielle Hindernisse sowie konkrete Schritte zur Einführung in euren Verwaltungen.

Axel Düker ist seit 2022 Manager bei der HABBEL GmbH und berät den öffentlichen Sektor in strategischen IT Themen. Von 2014 bis 2021 war er Hauptamtlicher Bürgermeister in Burgwedel und gestaltete die Digitalisierung der Verwaltung. Er bringt umfassende Erfahrung in der Schnittstelle zwischen Verwaltungspraxis, Politik und IT-gestützter Innovation mit.

Anna Lena Fehlhaber ist seit 2024 bei der Region Hannover tätig und verantwortet dort die Bereiche KI- und IT-Sicherheit. Zuvor war sie viele Jahre in der Wirtschaft tätig, mit Schwerpunkten auf der Entwicklung von Foundation-Modellen sowie Sicherheitsfragen an der Schnittstelle von IT und Künstlicher Intelligenz. Parallel engagierte sie sich wissenschaftlich – unter anderem als Gastwissenschaftlerin an renommierten Forschungseinrichtungen. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der IT-Sicherheit und bringt ausgewiesene Expertise im Bereich KI-Sicherheit mit.

2 | Einblicke in die Praxis digitaler Verwaltungsportale

Digitale Verwaltungsprozesse entwickeln sich stetig weiter – nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch und kulturell. Dieser Workshop vermittelt anhand praxisnaher Übungen ein Verständnis dafür, wie moderne Verwaltungsportale im Alltag funktionieren und genutzt werden: Teilnehmende erkunden ein Verwaltungsportal, das moderne Antragstellung und nutzerfreundliche Prozessgestaltung vereint. Dabei besteht die Möglichkeit, ein Tool zur einfachen Erstellung digitaler Anträge auszuprobieren und konkrete Ansätze für die Umsetzung in der eigenen Organisation kennenzulernen.

In kleinen Gruppen erlebt ihr unterschiedliche Perspektiven auf das Portal – aus Sicht von Bürger:innen, Sachbearbeitenden und Digitalisierungsteams. Ihr werdet ausprobieren, reflektieren, Ideen für eigene Anwendungsszenarien entwickeln und diskutieren, wie sich digitale Lösungen sinnvoll und nachhaltig in Verwaltungsstrukturen integrieren lassen.

Der Workshop richtet sich an alle, die Verwaltung neu denken und Digitalisierung praktisch gestalten wollen – interaktiv, mit Raum für Austausch und Weiterentwicklung.

Maximilian Weber hat mehrjährige Konzern-Erfahrung in Digitalisierungsprojekten. Vor der Tätigkeit bei der Bundesdruckerei war er Teil des Projektmanagements bei der „Digitalen Schiene“ der Deutschen Bahn mit Fokus auf Digitalisierung und Automatisierung des Bahnverkehrs. Bei der Bundesdruckerei war er im Projektmanagement einer staatlichen Datenplattform tätig und wechselte anschließend in die Verwaltungsdigitalisierung mit Fokus auf Verwaltungsportale und Dokumentendigitalisierung.

Sönke Brinker ist seit 2021 im Bereich Verwaltungsdigitalisierung tätig – zunächst im Kontext der Industrie- und Handelskammern mit Fokus auf die Auswirkungen des Onlinezugangsgesetzes sowie auf die kommunikative Begleitung von Lösungen zur Umsetzung der Vorgaben. Seit zwei Jahren ist er bei der Bundesdruckerei als Lösungsmanager für Anforderungen an die Formulardigitalisierung beschäftigt. Sein Ziel dabei ist es, Behörden bei der Übertragung von Antragsprozessen auf das Bundesportal zu unterstützen.

Anne Schreiber ist Product Manager bei der Bundesdruckerei und hat mehrjährige Erfahrung in der strategischen Verwaltungsdigitalisierung. Im öffentlichen Sektor war sie u. a. für das BMVg/Bundeswehr sowie im Kontext der OZG-Umsetzung in beratenden Tätigkeiten tätig. Seit dem Wechsel zur Bundesdruckerei übernimmt sie Verantwortung in den Bereichen Anforderungsmanagement und Produktmanagement. Annes Schwerpunkt liegt auf nutzerzentrierter Gestaltung und nachhaltiger Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen.

3 | Wenn die Zivilgesellschaft die Verwaltung übernimmt – Staatsmodernisierung weitergedacht!

Im Kontext der Modernisierung und Verschlankung des Staates bieten sich durch die fortschreitende Digitalisierung neue Möglichkeiten der Einbindung der Zivilgesellschaft in Verwaltungsprozesse. In diesem Workshop werden mit den Teilnehmenden verschiedene Ansätze erarbeitet, wie das Verwaltungshandeln in Zukunft die Bürger:innen stärker einbeziehen kann und welche Aufgaben ggf. durch die Zivilgesellschaft selbst übernommen werden können. Dazu werden die Teilnehmenden zu Beginn in Kleingruppen im Rahmen eines Rollenspiels für das Thema sensibilisiert, um anschließend konkrete Vorschläge zu erarbeiten, die am Ende des Workshops vorgestellt und dokumentiert werden. Um im Nachgang des Workshops die „Praxistauglichkeit“ der erarbeiteten Ansätze zu prüfen, werden ausgewählte Ergebnisse im Rahmen des experimentellen Charakters des Netzwerks Digitale Dörfer RLP in einzelnen Mitgliedskommunen erprobt.

Nach einer Ausbildung in der Marktforschung und einem Studium zur Betriebswirtin engagiert sich Julia Maurer seit nunmehr fünf Jahren als Quereinsteigerin für die Digitalisierung innerhalb und zwischen Verwaltungen und beschäftigt sich dabei insbesondere mit den damit verbundenen Organisations- und Personalentwicklungschancen.

Nach einer Ausbildung zur Mediengestalterin und einem Studium der Sprach- und Kommunikationswissenschaften sowie der Betriebspädagogik und Wissenspsychologie treibt Sarah Brühl die Digitalisierung in und zwischen Verwaltungen seit nunmehr zehn Jahren voran. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Fragen der Personal- und Organisationsentwicklung sowie der beteiligungsorientierten Aktivierung der Zivilgesellschaft.

Dr. Andreas Mayer hat in München Informatik studiert und an der Universität Koblenz im Bereich der Verwaltungsinformatik promoviert. Seit 2002 ist Herr Dr. Mayer Geschäftsführer der ITOB GmbH, einer Ausgründung aus der Forschungsstelle für Verwaltungsinformatik an der Universität Koblenz. Er ist Gründungsmitglied der AG xdomea und begleitet die Entwicklung und Nutzung von xdomea seit rund 20 Jahren. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte liegen im Bereich der bedarfsgerechten Gestaltung und organisatorisch-technischen Einführung von DMS/VBS unter besonderer Berücksichtigung und Beteiligung der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Begleitung von interkommunalen Vernetzungs- und Smart City-Projekten im Kontext der Digitalisierung.

Kristina Oldenburg ist eine erfahrene Stadt‑ und Raumplanerin sowie Mediatorin. Seit über 20 Jahren begleitet sie komplexe Veränderungs‑ und Beteiligungsprozesse in Kommunen, Unternehmen und Verwaltung. Ihr Fokus liegt auf kreativer, werteorientierter Prozessbegleitung, die Menschen in der Gestaltung ihrer Lebensräume stark einbindet.

4 | Glaskugel, aber mit Methode: Strategische Entscheidungen für die Verwaltungsdigitalisierung von morgen

Ambitionierte Ziele der Staatsmodernisierung und damit auch der Verwaltungsdigitalisierung gibt es viele. Doch selten werden sie erreicht. Warum? Weil Strategien scheitern, wenn heutige Entscheidungen nicht zu den Bedingungen von morgen passen. Wer morgen wirksam handeln will, muss heute Entscheidungen treffen, die in einer sich veränderten Zukunft Bestand haben.

In diesem interaktiven Workshop nutzen und vermitteln wir Ansätze der strategischen Vorausschau (Foresight) als Methode, um qualifizierte Entscheidungen treffen zu können. Gemeinsam analysieren wir zentrale Treiber der Digitalisierung und identifizieren Trends, die Verwaltung, Gesellschaft und Technologie bis 2035 prägen könnten. Darauf aufbauend entwickeln wir plausible Zukunftsbilder, diskutieren Risiken und Potenziale und leiten konkrete Handlungsempfehlungen für Verwaltungsgestalter:innen ab.

Zukunft entsteht nicht von allein: Sie wird durch unsere heutigen Entscheidungen gestaltet. Wir möchten mit Euch einen Raum für Zukunftsdenken, Austausch und Impulse für eine wirksame Verwaltungsdigitalisierung schaffen. Oder anders gesagt: Lasst uns gemeinsam in die Glaskugel blicken und dann Handeln – aber mit Methode.

Sarah-Rebecca Vollmann ist Geschäftsführerin von ReVorum, einer prakademischen Plattform für musterprägende Transformationsprozesse im Verwaltungsökosystem. Die Neugründung verfolgt das Ziel, gemeinsam mit Praktiker:innen und Forschenden die Aufgaben öffentlicher Verwaltungen als vernetzte Systeme wirksamer gesellschaftlicher Entwicklungen zu verstehen und zum gestaltenden Handeln zu befähigen. Zuvor war sie Projektkoordinatorin am Institut für Public Management und Governance der Hochschule Nordhausen, wo sie Projekte zur Verwaltungsmodernisierung und Governance verantwortete. Ihre Arbeit verbindet wissenschaftliche Reflexion mit praktischer Umsetzung und richtet sich an Gestalter:innen, die Verwaltung als Raum für wirksame Veränderungen begreifen.

Maximilian Druselmann ist Transferscout und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Public Management und Governance der Hochschule Nordhausen. In seiner Arbeit gestaltet er Schnittstellen zwischen Wissenschaft, Verwaltung und regionaler Praxis, um nachhaltige Innovationsprozesse insbesondere in ländlichen Räumen zu ermöglichen. Zuvor war er in der kommunalen Strategieberatung tätig, mit Fokus auf Digitalisierung und moderne Organisationsentwicklung. Sein Ansatz verbindet analytische Tiefe mit strategischer Praxisorientierung und richtet sich an Akteur:innen, die Verwaltung aktiv als gestaltbaren Raum für Zukunftsfähigkeit und regionale Wertschöpfung nutzen wollen.

5 | Wie gelingt Digitalisierung mit Wirkung trotz knapper Kassen?

Wir vermitteln Erfahrungswerte und erproben im Workshop Methoden für wirkungsorientierte und koordinierte Steuerung von Digitalisierungsprojekten – insbesondere über Ressort- und Verwaltungsstrukturen hinweg. Dazu nutzen wir das Format Praxislabor Portfolio-Management.

Dazu starten wir mit der Vorstellung eines realen Beispiels aus Mecklenburg-Vorpommern: Wie wurde dort ein landesweites Portfoliomanagement etabliert und das OZG-Programm zentral gesteuert? Was hat funktioniert und was war schwierig?
Anschließend schlüpfen die Teilnehmenden im Portfolio-Studio in die Rolle eines Steuerungsteams einer Landes- oder Kommunalverwaltung. Dabei erhalten sie fiktive, aber realitätsnahe Projektvorschläge (z. B. Online-Bauantrag, digitales Elterngeld, IT-Sicherheitsprojekt) und entwickeln anhand vorgegebener Kriterien ein priorisiertes Projektportfolio.

Markus Warnke ist seit 30 Jahren in Projekten und Prgrammen zur Organisationsentwicklung in Wirtschaft und Public Sector tätig. Seine Schwerpunkte sind IT-Organisationen und Zusammenarbeit von Fachlichkeit und Digitalisierungsverantwortlichen. Er ist Diplom-Pädagoge und Systemischer Berater.

Katharina Schlia ist Senior Consultant bei mgm consulting partners.

6 | Open Source in der öffentlichen Verwaltung

Open Source Software (OSS) bietet zahlreiche Vorteile für die öffentliche Verwaltung: mehr Transparenz, technologischer Gestaltungsspielraum, digitale Souveränität und die Möglichkeit, Kosten langfristig zu optimieren. Gleichzeitig stellen sich in der Praxis viele Fragen: Wie kann eine Open Source Strategie konkret aussehen? Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, um OSS in Verwaltungsprojekten systematisch zu fördern? Und wie gelingt der Einstieg?
Ob ihr mit OSS bereits Erfahrungen gesammelt habt oder gerade über erste Schritte nachdenkt – bringt eure Perspektive mit! Ziel der Session ist es, voneinander zu lernen, gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln und den Wissenstransfer zwischen Verwaltung, Wissenschaft und IT-Praxis zu stärken. Als Ergebnis entstehen greifbare Impulse und Anregungen für die strategische Verankerung von Open Source im eigenen Organisationsumfeld.
Die Session lädt Mitarbeitende aus der Verwaltung, IT-Verantwortliche und Interessierte dazu ein, sich systematisch mit der Rolle von Open Source im digitalen Staat zu beschäftigen. Gemeinsam wollen wir identifizieren, welche strukturellen, technischen und kulturellen Voraussetzungen nötig sind, um Open-Source-Initiativen in der Verwaltung zu verankern.
Die Teilnehmenden diskutieren in moderierten Arbeitsphasen verschiedene Szenarien, Hindernisse und Chancen. Im Fokus steht der Wissenstransfer: Wie kann ein kooperativer, verwaltungsübergreifender Ansatz für OSS aussehen?

Prof. Dr. Alex da Mota Pedrosa ist als Professor an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (FHVD) tätig. Von 2016 bis 2020 war er als Professor für Innovation an der Dualen Hochschule Schleswig-Holstein tätig. Davor war er von 2009 – 2016 als Assistant bzw. Associate Professor für Innovationsmanagement an der der Syddansk Universitet beschäftigt.

Jörg Brüggemann ist Projektleiter mit Schwerpunkt auf der digitalen Souveränität der Verwaltung. Zuletzt hat er als Referent in der IHK zu Kiel den digitalen Wandel unterstützt – vor allem hin zur Kollaboration. Fachlich kommt er ursprünglich aus der Kommunikation, steht aber schon immer mit einem Bein auch in der IT.

7 | Vielfalt ermöglichen. Wandel gestalten. Zukunft leben. Diversität in der digitalen Verwaltung.

Was bedeutet Diversität konkret für eine digitale Verwaltung? Können mehr Vielfalt und Perspektiven Innovation, Gerechtigkeit und Wandel fördern? In diesem interaktiven Workshop setzen wir uns praxisnah mit diesen Fragen auseinander. Die Teilnehmenden lernen zentrale Diversitätsdimensionen im Verwaltungskontext kennen, reflektieren eigene Erfahrungen und entwickeln im World-Café konkrete Ansätze für den konstruktiven Umgang mit Vielfalt in Teams, Prozessen und Projekten. Der anschließende Austausch im Galerieformat schafft Raum für Perspektivwechsel, Inspiration und den Transfer in die eigene Organisation.

Der Arbeitskreis Diversity im NEGZ vereint Expert:innen aus Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Beratung, die sich mit Vielfalt als Gestaltungsprinzip der digitalen Verwaltung befassen. Ziel ist es, Diversität als Querschnittsthema sichtbar zu machen und konkrete Ansätze für eine gerechte, inklusive und leistungsfähige Verwaltungspraxis zu entwickeln. Die Sprecher:innen des AKs (Andreas Krüger, Helena Klöhr, Jana Janze, Katrin Kirchert, Magdalena Konieczek-Woger und Mathilde Berhault) leiten die Session.

11:30h

Pause & Netzwerken

12:00h

Parallele Workshops 8-14

8 | Mehr als Meilensteine: Wirkungsorientiertes Controlling in der Registermodernisierung

Wie lässt sich der tatsächliche Nutzen der Registermodernisierung für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen sichtbar machen? In dieser Session stellen wir ein Konzept für ein wirkungsorientiertes Controlling vor, das über klassische Projektkennzahlen hinausgeht. Gemeinsam diskutieren wir Kriterien, Indikatoren und methodische Ansätze zur Messung gesellschaftlicher Effekte – praxisnah illustriert am Beispiel einer Pilotfalls. Die Teilnehmenden sind eingeladen, die vorgestellten Ansätze kritisch zu reflektieren und Impulse für die Weiterentwicklung wirkungsorientierter Steuerung in der Verwaltungsdigitalisierung zu geben.

Bastian Bohm ist Principal Consultant bei der ]init[ AG für digitale Kommunikation und dort verantwortet das Programmmanagement für die Registermodernisierung in Baden-Württemberg. Mit über 20 Jahren Erfahrung im öffentlichen Sektor sowie in der Energie- und Infrastrukturbranche liegt sein Fokus auf Digitalisierung, strategischem IT-Management und Innovationsberatung. Seine Expertise umfasst IT-Projektmanagement, Stakeholdermanagement sowie Forschung und Entwicklung im Kontext digitaler Transformation.

Dr. Katharina Heider hat seit 2023 bei der ]Init[ AG im Bereich Registermodernisierung verschiedene Projekte geleitet. Zudem hat sie im Bereich Bildungsstandardisierung gearbeitet und ist fachverantwortlich für Themen in Bereich Bildung.
Darüber hinaus verantwortet sie das Themenfeld Programm Management. Zuvor war sie über 10 Jahre im Wissenschaftsmanagement tätig und hat hier nationale und internationale Digitalisierungsprojekte geleitet.

9 | Arbeitsweisen für die Digitale Transformation in der Verwaltung unter Einsatz von KI nutzendenzentriert neugestalten

Die Arbeitsweisen in der öffentlichen Verwaltung passen nicht mehr zur Komplexität, Diversität und Schnelligkeit der anstehenden Aufgaben. Diese sind nur noch mit konsequenter Digitalisierung und neuen Arbeitsweisen zu bewältigen. Wir nehmen uns in dem Workshop ein Beispiel aus der Verwaltung – die Antragsbearbeitung – und durchlaufen einen Design Thinking Sprint, um diese Aufgabe neu zu gestalten und so viel wie möglich dabei zu digitalisieren und automatisieren, um eine Entlastung zu erreichen. Dabei nehmen wir aber den Menschen in den Fokus, um eine gute Balance zwischen Mensch und Maschine zu erreichen. Dabei werden wir KI einsetzen, um die Phasen Nutzendenrecherche, Ideengenerierung und Prototyping zu unterstützen und somit auch die Möglichkeiten von KI im Design Thinking Prozess kennenzulernen.

Claudia Nicolai ist Wirtschaftswissenschaftlerin, Design Thinking Lead und engagiert im Bereich von digitalen Innovationen. Sie hat im Bereich strategisches Management promoviert und war vor ihrer Zeit als Academic Director an der HPI d-school als Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin tätig. Sie entwickelt innovative Lernformate für Design Thinking, Innovation und Future/Digital Skills. In ihrer angewandten Forschung beschäftigt sie sich mit digitalen Innovationen für Bildung, Nachhaltigkeit und Gesundheit. Seit 2024 ist Claudia im Digitalisierungsrat der Stadt Potsdam tätig und seit 2025 Teil des Sprecher*innenkreises des Arbeitskreises Design Thinking des NEGZ. Sie interessiert besonders, wie sich Zusammenarbeit und Innovation im digitalen Raum verändern und wie Organisationen durch digitale Transformation zukunftsfähig werden/bleiben.

Franka Grünewald ist Informatikerin, Design Thinking Coach und Public Sector Enthusiastin. Sie hat am Hasso-Plattner-Institut promoviert und sich an der D-School im Design Thinking ausbilden lassen. Franka arbeitete in der Forschung im Bereich E-Learning am HPI und der Universität Potsdam, im IT-Produkt- und Projektmanagement der Bundespolizei und als Coach an der D-School. Seit 2021 leitet Franka den Bereich Methoden der Digitalen Transformation bei der DigitalAgentur Brandenburg. Ihr aktueller Fokus sind KI-Projekte für die öffentliche Verwaltung. Seit 2025 ist Franka Teil des Sprecher*innenkreises des Arbeitskreises Design Thinking des NEGZ. Themen, die Franka am meisten am Herzen, liegen sind die Transformation zu einem enkeltauglichen öffentlichen Sektor sowie die (Geschlechter-)gerechtigkeit im Arbeitsleben.

Christian Hochhuth ist Abteilungsleiter im Innovationsmanagement bei msg und beschäftigt sich seit über 18 Jahren inhaltlich mit den Themen Digitalisierung, Innovation und Change-Management in der öffentlichen Verwaltung. Er ist zertifizierter Design Thinking Coach und durch langjährige Tätigkeit als Berater und Moderator in Digitalisierungs- und Veränderungsprojekten der öffentlichen Verwaltung ein ausgewiesener Experte in den Bereichen Service Design und User Experience. Seit 2022 engagiert er sich im Arbeitskreis Design Thinking des NEGZ und ist Mitglied des Sprecher*innenkreises.

Julia Kleber ist Managing Principal Consultant für Change Management bei der ]init[ AG. Sie ist seit 2012 Teil der ]init[ Familie und gestaltete bis 2024 Beteiligungs- und Veränderungsprozesse bei der  polidia GmbH. Für die öffentliche Verwaltung arbeitet Julia als Mediatorin, Veränderungsgestalterin, Strategieberaterin und überzeugte Design Thinking-Anhängerin nach dem Credo: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Sie ist Co-Sprecherin im Arbeitskreis Design Thinking.

10 | Mehr als Rechtsetzung digitalisieren: Wie Koalitionsvertrag, LegalTech, Justizportale und KI zusammenspielen müssen. Ein systemischer Blick auf die Digitalisierung von Staat und Recht.

In unserem Workshop stellen wir gemeinsam die zentrale Frage: Wie kann aus den digitalen Einzelmaßnahmen in Verwaltung, Gesetzgebung und Justiz ein wirklicher, strukturverändernder Fortschritt entstehen? In welcher Form spielt dabei KI eine Rolle?

Dazu nehmen wir den Koalitionsvertrag 2025 als Ausgangspunkt und verknüpfen seine Digitalisierungsversprechen mit der Realität in den föderalen Strukturen: von der E-Gesetzgebung über das LegalTech-Potenzial bis hin zur Rolle der Justizportale.

Wir zeigen, welche politischen, organisatorischen und technologischen Hebel aufeinander abgestimmt werden müssen, um nicht nur einzelne Prozesse zu digitalisieren, sondern Governance neu zu denken – über Ressort- und Institutionengrenzen hinweg.

Das Ergebnis: ein strategisches Zielbild für eine vernetzte, digital souveräne Rechtsstaatlichkeit.

Sara Michalelis, Senior Management Consultant bei publicplan GmbH

Emrah Karakoç, Senior Management Consultant bei publicplan GmbH

Olga Sänger, Teamleiterin bei publicplan GmbH

11 | Digitalität – Nachhaltigkeit – Wirkung: Wirkungsorientierte Lösungsansätze für die Twin Transformation

In unserem Beitrag möchten wir untersuchen, wie sich zwei zentrale Transformationsprozesse – Digitalität und Nachhaltigkeit – in der öffentlichen Verwaltung wirkungsorientiert gestalten und methodisch fundiert erfassen lassen. Gerne möchten wir anhand der Donut-Ökonomie erfassen, wie Digitalität – Nachhaltigkeit – Wirkung für die Öffentliche Verwaltung greifbar gemacht werden kann.

In der Session klären wir zuerst den Begriff der Twin Transformation sowie das Modell der Donut-Ökonomie. Mithilfe des Three Horizons-Framework definieren wir dann eine wünschenswerte Zukunft, für die wir anschließend konkrete Lösungsansätze definieren, die mit konkreten Wirkungszielen hinterlegt sind, welche dann wiederum Anforderungen an CDOs aus Kommune, Land und Bund stellen. Ziel ist, dass Teilnehmende das Modell der Donut-Ökonomie kennenlernen, verstehen, wie das Modell mit Digitalisierung und Staatsmodernisierung zusammenhängt und wie mit Wirkungsorientierung auf eine wünschenswerte Zukunft hingearbeitet werden kann.
Im Workshop möchten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden einen methodischen Zugang anwenden, um daraus Erkenntnisse für ein späteres Forschungsdesign zu entwickeln.

Dr. Julia Hodapp leitet ein Team zur Digitalisierung der Verwaltung der TH Köln. Sie lehrt u.a. agiles Projektmanagement & Management öffentlicher Verwaltung an der HS des Bundes für Öffentliche Verwaltung und der HS Koblenz. Ihr Forschungsinteresse gilt dem Zusammenspiel von Digitalität und Nachhaltigkeit und digitaler Organisationsentwicklung.

Maximilian Düerkop ist Wirkungsmanager bei 5STEP und der Morgengrün-Stiftung. Davor war er als Partnermanager bei dem GovTech-Startup Polyteia und dem Impact-Startup Too Good To Go tätig. Maximilian ist studierter Wirtschaftswissenschaftler und zertifizierter Nachhaltigkeits- und Umweltmanager.

Andreas Steffen ist Gründer und Managing Director von 5STEP und arbeitet als Strategieberater, Executive Leadership Coach und Moderator für Menschen und Organisationen, die sich verändern und entwickeln wollen. Ehrenamtlich engagiert er sich u.a. als Gründungs- und Vorstandsmitglied des Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung (NEGZ).

12 | Führung wirkt! Was Mitarbeitende brauchen, um den Staat erfolgreich zu modernisieren

Staatsmodernisierung gelingt nur, wenn Mitarbeitende befähigt werden, konkrete Ergebnisse zu schaffen – in ihrer Rolle, in ihrem Alltag, mit klarer Verantwortung. Für eine erfolgreiche Führung benötigt es Klarheit, Orientierung und Vertrauen in die Umsetzungskraft der Teams.

In dieser interaktiven Session gehen wir gemeinsam der Frage nach, wie Führung gestaltet sein muss, damit Menschen ins Handeln kommen – und Wirkung entfalten können. Der Fokus liegt auf der Perspektive der Mitarbeitenden: Wie erleben sie Führung? Was brauchen sie, um ergebnisorientiert arbeiten zu können?

Diskutiert mit uns:

  1. Wie stärken wir Mitarbeitende, damit sie wirksam und zielgerichtet handeln können?
  2. Welche Führungsprinzipien fördern Ergebnisverantwortung, Umsetzungskraft und Eigeninitiative?
  3. Was hindert uns (noch) daran, eine moderne Führung und Führungskultur zu leben?

Der Workshop bietet Raum für Austausch, gemeinsame Reflexion und konkrete Impulse – für eine Führung, die Wirksamkeit und Ergebnisorientierung in Organisationen stärkt und echten Fortschritt ermöglicht.

Als Director für PwC ist Martina Knierim an großen öffentlichkeitswirksamen Digitalisierungsprojekten in Deutschland beteiligt. Überall dort, wo es für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen in der Verwaltung digitaler werden soll. Ihr Wissen gibt sie gerne weiter, beispielsweise mit ihrem Lehrauftrag zu E-Government an der Dualen Hochschule in Baden-Württemberg im Studiengang Wirtschaftsinformatik.

Als Führungskraft, Digitalexpertin & Coach brennt Viola Piegelbrock dafür, Organisationen, Teams und Produkte in ihrer Entwicklung zu begleiten und gemeinsam Lösungen für die Zukunft zu gestalten. Mit mehr als 10 Jahren Erfahrung als Manager und Consultant in der Unternehmens- und Strategieberatung entlang der Fokusthemen Zukunftsfähigkeit, Effizienz, Digitalisierung/Automatisierung, Innovationsmanagement und nutzerzentrierte Produktentwicklung designt sie mit Teams die Zukunft von Organisationen und Nutzererlebnissen.

13 | Cloudfähige Applikationen und mehr Volumen auf den Marktplätzen – wie erreicht die Verwaltung dieses Ziel?

Nach einem Impuls sollen folgende Fragestellungen im interaktiven Workshop, mit der Zielstellung, den Output in einem NEGZ-Paper zusammenzustellen, adressiert werden:

KI & Cloud – Zusammendenken vom Start, aber wie?

Was muss durch Verwaltung, IT-Dienstleister und Wirtschaft getan werden?

Sind Vergabe-Mechanismen passfähig? Wie sollen Abrufe schnell und kosteneffizient bei Volumen auf den Marktplätzen funktionieren?

Ines Fiedler ist Managing Director der ]init[ AG und verantwortet den Bereich Services des Unternehmens. Sie ist Expertin auf dem Gebiet der Informationstechnologien und verfügt über mehr als 30 Jahre Managementerfahrung in den unterschiedlichsten Branchen. Ines ist überzeugt, dass die Digitalisierung der Verwaltung nur mit modernen zukunftsorientierten Infrastrukturlösungen wie Cloudcomputing gelingt. Sie ist Co-Sprecherin im AK Cloud des NEGZ.

Werner Achtert ist Mitglied der Geschäftsleitung Public Sector der msg und verantwortet den Geschäftsbereich Public Sector Business Consulting. Er hat langjährige Erfahrung in der Beratung von Entscheidungsträgern in Ministerien und Behörden. Seine methodischen Schwerpunkte sind Fragen der strategischen Ausrichtung, der Organisationsstruktur und der Steuerung großer Digitalisierungsvorhaben. Er tritt regelmäßig als Redner auf nationalen und internationalen Konferenzen auf und hält Seminare für Führungskräfte zu den Themen Künstliche Intelligenz, Arbeit 4.0 und Agile Methoden. Er leitete bis 2025 den Arbeitskreis Design Thinking im NEGZ und ist Vorsitzender des Sprechendenkreises im AK Cloud.

14 | Datenkultur in Aktion – von der Informations-Wüste zum interaktiven Dashboard

Wie wird aus verstreuten Dateien eine starke Datenbasis – und daraus ein Dashboard, das wirklich weiterhilft? In diesem Workshop legt ihr selbst Hand an: relevante Datenquellen identifizieren, Tools ausprobieren, Dashboards bauen.
Im Fokus steht das, was echte Datenkultur ausmacht: Zusammenarbeit, Kompetenzaufbau und der Mut zur Veränderung. Wie bringt man Teams ins datenbasierte Arbeiten? Wie gelingt es, Mitarbeitende und Bürger:innen mitzunehmen? Und was braucht es, damit aus Technik echte Wirkung wird?
Austausch statt Frontalbeschallung, Praxis statt Theorie. Für alle, die Verwaltung neu denken – und nicht nur zuschauen, sondern gestalten wollen.
Disy begleitet seit vielen Jahren Behörden auf dem Weg zur datengestützten Verwaltung. Unsere Erfahrung: Wer Datenkultur ernst nimmt, verändert mehr als nur Systeme – er verändert Organisationen.

„Daten verstehen. Lösungen gestalten. Menschen mitnehmen.“ Mit diesem Anspruch begleitet Sandra Schrauth als leitende Beraterin Transformationsprozesse in der öffentlichen Verwaltung. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Umsetzung komplexer IT-Projekte und setzt dabei auf moderne Analytics-Lösungen, die gemeinsam mit allen relevanten Stakeholdern entwickelt werden. Ihr Fokus liegt auf nachhaltiger Veränderung und dem Aufbau einer datenorientierten Kultur in großen Organisationen.

Als Chief Business Officer in der Geschäftsleitung bei Disy begleitet Marcus Briesen die digitale Transformation im öffentlichen Sektor seit über 25 Jahren. Dabei setzt er sich für digital souveränes Handeln in Staat und Verwaltung ein und ermutigt immer wieder, sich zu leistungsfähigen IT-Strukturen und Lösungen „Made in Germany“ zu bekennen.

13:30h

Mittagspause im Restaurant MARS

15:00h

parallele Workshops 15-21

15 | Von Dienstwegen und Lernpfaden: Perspektiven auf eine lernfähige Verwaltung

Der AK „Kompetenzen & Lernen“ widmet sich aktuellen Herausforderungen wie digitalem Kompetenzaufbau, organisationalem Lernen, Wissenstransfer sowie lernfreundlichen Rahmenbedingungen. In unseren Unterarbeitsgruppen (UAGs) bearbeiten wir zentrale Fragen praxisnah und interdisziplinär. Einige davon wollen wir mit euch gemeinsam diskutieren:

  • Mit welchen theoretischen und praktischen Impulsen lässt sich das Verlernen als strategischer Bestandteil moderner Verwaltung begreifen?
  • Wie können Dienstvereinbarungen lernförderlich gestaltet werden und den Weg für digitale Selbstlernformate ebnen?
  • Welche Good Practices des Wissenstransfers funktionieren bereits heute in öffentlichen Verwaltungen?
  • Welche Chancen und Risiken gehen mit der Nutzung von KI-Tools für die interne Produktion digitaler Fortbildungsformate in öffentlichen Verwaltungen einher?

Einerseits stellen wir erste Ergebnisse im World Café vor. Andererseits soll der Workshop als Ideenwerkstatt dienen. Die Session lädt zum Mitdenken, Mitdiskutieren und Vernetzen ein – und zeigt, wie vielfältig und lösungsorientiert der Arbeitskreis an den Lernherausforderungen im öffentlichen Sektor arbeitet.

Lasst uns gemeinsam über Kompetenzen und Lernen im öffentlichen Sektor in Zeiten von Digitalisierung nachdenken!

Philipp Kuscher ist Initiator des AK und seit September 2020 als wissenschaftlicher Projektleiter am Stein-Hardenberg Institut tätig. Er gehört zum Gründungsteam des eGov-Campus und hat mehrere Online-Kurse (MOOCs) für verschiedene Lernplattformen (eGov-Campus/KommunalCampus) konzipiert und diese auch mehrmals erfolgreich im „Blended Learning“ in der Lehre und Fortbildung angeboten und durchgeführt. Er forscht zum Kompetenzwandel in der öffentlichen Verwaltung und berät Bundes-/ Landes- und Kommunalverwaltungen bei der Einführung von innovativen und digitalen Lernformaten.

Ayleen Siegemund hat Sozialwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität und Verwaltungswissenschaft an der Universität Potsdam studiert. Seit März 2024 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Stein-Hardenberg Institut tätig. Im Zuge dessen ist sie u. a. an der Erstellung digitaler Lernangebote beteiligt. Daneben gilt ihr Interesse insbesondere den Chancen informellen Lernens.

Waltraud Plickert ist studierte Erziehungswissenschaftlerin und Referentin in der Verwaltung des Deutschen Bundestag. Vom Mehrwert des lebenslangen Lernens ist sie – als Kind des zweiten Bildungswegs – zutiefst überzeugt. Sie ist der festen Überzeugung, dass Veränderungen nicht allein durch Technologien, sondern vor allem durch die Motivation, Kompetenzentwicklung und aktive Einbindung der Beschäftigten gelingen. Daher möchte sie den Austausch über innovative Ansätze und bewährte Praktiken fördern.

Tanja Krins ist Leiterin der Informationstechnologie einer eigenbetriebsähnlichen Einrichtung einer großen Kommune. Bereits seit ihrem Studium (Europäische Wirtschaft, Operations Research) an der RWTH Aachen beschäftigt sie sich in interdisziplinären und interkommunalen Projekten mit der Umsetzung Digitaler Transformationsprozesse. Ehrenamtlich engagiert sie sich u. a. in der Gesellschaft für Wissensmanagement e. V. und leitet dort die Fachgruppe „Digitale Transformationsprozesse“ mit Schwerpunkt auf dem Bereich der Öffentlichen Verwaltung.

Marco Di Maria ist Doktorand an der Universität Hildesheim und forscht zum Thema „Design digitaler Systeme zur Unterstützung von organisationalem Verlernen“. Im Rahmen design-orientierter Wirtschaftsinformatik entwickelt und evaluiert er digitale Werkzeuge zur Förderung von Verlernprozessen – etwa Webanwendungen für agile Teams oder Chatbots zur Begleitung von Mitarbeitenden in der öffentlichen Verwaltung im Kontext der Digitalen Transformation. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem gezielten Auf- und Abbau von Kompetenzen im EGOV-Kontext. So wurde er für seine Arbeiten bereits mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Best Paper Award der RVI23 für das Konzept einer „Verlernkompetenz“ für die öffentliche Verwaltung sowie auf der EGOV 2024 für die Identifikation hinderlicher Kompetenzen in der kommunalen Digitalisierung als Ansatzpunkte für Verlernen.

Birgit Marzinka studierte Geografie und Medienbildung. Sie war über 15 Jahre in der historisch-politischen Bildung tätig, zum Schluss als Leiterin des „Lernorts Keibelstraße“. Seit Mai 2024 verantwortet sie an der VAk Berlin den IT-Fortbildungsbereich.

16 | Verwaltung 2030 braucht mehr als Digitalisierung – sie braucht Organisationen. Ein interaktiver Workshop zur Zukunft der Verwaltung aus Sicht der Organisationsentwicklung

In dieser interaktiven Session nehmen wir gemeinsam mit euch die Perspektive der Organisationsentwicklung ein: Wie verändern sich Zusammenarbeit, Führung und Selbstverständnis von Mitarbeitenden in der Verwaltung? Was bedeutet Selbstwirksamkeit im staatlichen Kontext? Und wie lassen sich bestehende Strukturen weiterentwickeln, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden?

Wir bringen Rückmeldungen von rund 40 Mitgliedern des NEGZ-Arbeitskreises „Organisationsentwicklung“ mit – diese möchten wir mit euch diskutieren, um sie um eure Perspektiven zu erweitern. Gemeinsam wollen wir zentrale Entwicklungsfelder konkretisieren und erste handlungsleitende Positionen entwickeln.

Offen für alle, die Verwaltung nicht nur neu denken, sondern aktiv mitgestalten möchten – jenseits von Buzzwords.

Seit 15 Jahren arbeitet Caspar-Fridolin Lorenz immer im öffentlichen Sektor, mit Start-Ups und KMU. Immer wieder in Projekten zwischen Strategiearbeit, der Organisation der Zusammenarbeit, Konfliktbegleitung und Teamdynamiken. Er ist Gründer des Arbeitskreises „Organisationsentwicklung“ im NEGZ.

Franziska Seidel ist seit achtzehn Jahren im öffentlichen Sektor unterwegs – in der strategischen Beratung, Kommunikation und Prozessgestaltung. Ihre Rolle ist meist an der Schnittstelle zwischen Fachlichkeit, Stakeholdermanagement und Veränderungsbegleitung.

17 | Digitalisierung von Nicht-EfA-Leistungen am Beispiel von Rheinland-Pfalz

Während ein Teil der OZG-Umsetzung durch EfA-Leistungen bundesweit einheitlich bereitgestellt werden konnte, stellen die darin nicht berücksichtigen Landesleistungen aufgrund ihrer spezifischen Anforderungen eine besondere Herausforderung für die Flächenbundesländer dar. Am Beispiel von Rheinland-Pfalz soll die etablierte Rahmenstruktur vorgestellt und diskutiert werden. Wie gelingt eine flächendeckende Ende-zu-Ende-Anbindung? 

Daniel Hoffmann, OZG Landeskoordinator RP

18 | Registermodernisierung und EUDI-Wallet – Wie passt das zusammen?

Zwei EU-Verordnungen verpflichten Deutschland zur Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen (SDG-VO und eIDAS2).
Das Problem: Die beiden Verordnungen sind nicht abgestimmt, technisch inkompatibel und zielen auf die selbe Digitale Dividende.
Die Folge: Mit der Registermodernisierung und der EUDI-Wallet werden aktuell zwei inkompatible Ansätze verfolgt, die Betreiber von Registern und Fachverfahren zur doppelten Implementierung zwingen. Diese Doppelung erzeugt Risiken, die – wenn sie nicht aktiv bearbeitet werden – zum Scheitern eines oder beider Ansätze führen können.

Im Workshop werden in zwei kurzen Impulsvorträgen die Chancen und die Anforderungen an Register und Fachverfahren geschildert – jeweils aus Sicht der EUDI-Wallet und der Registermodernisierung.
Die Teilnehmenden werden anschließend in Stakeholder-Gruppen aufgeteilt, in denen sie die Chancen und Risiken für die jeweilige Gruppen identifizieren.

Peter Eisenhofer, Digital Volunteer

19 | Digital steuern, wirksam handeln. Wie Kommunen Digitalisierung und Wirkungsorientierung sinnvoll verbinden können

Neben der fortschreitenden Digitalisierung beschäftigt viele Kommunen derzeit eine zentrale Frage: Wie kann Verwaltung zielgerichteter und wirkungsorientierter gesteuert werden? In diesem Workshop denken wir beide Themen zusammen.

Im Mittelpunkt stehen folgende Fragestellungen:

  • Wie kann ein digitales Tool die wirkungsorientierte Steuerung der Verwaltung unterstützen?
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit beides – Digitalisierung und Wirkungsorientierung – nicht nur eingeführt, sondern auch wirksam umgesetzt wird?

Gemeinsam mit den Teilnehmenden identifizieren wir zentrale Erfolgsfaktoren und entwickeln konkrete Lösungsansätze. Ziel ist es, erste praktische Impulse zu vermitteln, wie Kommunen digital gestützte, wirkungsorientierte Steuerungsprozesse erfolgreich auf den Weg bringen – und dabei echten Mehrwert schaffen.

Christiane von Bernstorff ist passionierte Transformationsbegleiterin und Organisationsentwicklerin für den öffentlichen Sektor mit fast 20 Jahren Erfahrung in der Begleitung und Gestaltung von Veränderungsprozessen. Ihre Fokusthemen sind Wirkungsorientiertes Verwaltungshandeln, kooperative ressortübergreifende Zusammenarbeit, Change-Prozesse. Christiane ist als Beraterin, Workshopleiterin, Entwicklerin, Moderatorin und Coachin aktiv.

Dr. Katharina von Stauffenberg ist Gründerin und Geschäftsführerin von comuneo, der digitalen Plattform für wirkungsorientierte Steuerung in Verwaltungen. Sie promovierte in Politikwissenschaft mit Schwerpunkt auf Staatsmodernisierung und nachhaltige Entwicklung und ist Autorin eines Fachbuchs bei Routledge zur Rolle weiblicher politischer Führungskräfte in der nachhaltigen Entwicklung. Katharina hat über 15 Jahre Erfahrung als Strategieberaterin für Unternehmen.

20 | Verwaltung im Dialog: Impulspapierentwicklung zur Staatsmodernisierung auf allen Ebenen

Der Regierungswechsel im Jahr 2025 bringt neue politische Prioritäten und Chancen für die digitale Transformation von Staat und Verwaltung mit sich. In dieser Session setzen sich die Teilnehmenden mit den Potenzialen der Staatsmodernisierung und Digitalisierung auseinander. Zentrale Fragen in diesem Workshop werden sein: Inwieweit bedingt die Digitalisierung die Staatsmodernisierung und umgekehrt? Wie gestalten sich die Abhängigkeiten und derzeitigen Herausforderungen? Und wie sieht eine mögliche Governance-Struktur für die Staatsmodernisierung aus? Ziel des Workshops ist es, Themen zur Digitalisierung und Staatsmodernisierung zu identifizieren und zu priorisieren, zu denen das NEGZ im Jahr 2026 wirksame Impulse setzen kann.

Lisa-Marie Schmidt ist als Senior Consultant für Digitalpolitik bei der msg tätig. Sie verbindet interdisziplinäres Denken zwischen Politik und Wirtschaft mit einem ausgeprägten Interesse an der digitalen Transformation. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Beratung und Umsetzung digitalpolitischer Projekte. Ihre berufliche Laufbahn umfasste Stationen in internationalen Organisationen, Hochschulen und der Entwicklungszusammenarbeit, unter anderem in Ägypten und Jordanien. Neben fundierten Kenntnissen im Projektmanagement, in der Kommunikation und in der Innovation zeichnet sie sich durch ihre Fähigkeit aus, tragfähige Netzwerke zwischen Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aufzubauen.

Werner Achtert war mehr als zehn Jahre Mitglied der Geschäftsleitung Public Sector der msg und hat langjährige Erfahrung in der Beratung von Entscheidungsträgern in Ministerien und Behörden. Seine methodischen Schwerpunkte sind Fragen der strategischen Ausrichtung, der Organisationsstruktur und der Steuerung großer Digitalisierungsvorhaben. Herr Achtert tritt regelmäßig als Redner auf nationalen und internationalen Konferenzen auf. Er hält Seminare für Führungskräfte zu den Themen Künstliche Intelligenz, Arbeit 4.0 und Agile Methoden. Herr Achtert vertritt die msg im Vorstand des NEGZ. Er ist Autor mehrerer Fachbücher zu agilen Methoden und Lehrbeauftragter an der Hochschule Meißen.

21 | Standards – Alle wollen sie, aber was sind sie?

Im Kontext der Verwaltungsdigitalisierung wird immer wieder über die notwendige Standardisierung gesprochen. Aber was sind eigentlich Standards, wer legt sie fest, wie kann man sie ändern und warum benötigen wir sie tatsächlich?

In der Session versuchen wir diese Fragen zu beantworten, indem wir selbst einen kleinen Standard erstellen und anhand dessen den Entstehungsprozess und die Umsetzung in der Praxis besprechen.

Stefan Weißwange hat vor vielen Jahren in der Softwareentwicklung angefangen, später hat er die Seiten gewechselt und ist nun als Projektleiter aktiv. Mit der Verwaltungsdigitalisierung beschäftigt er sich seit über 17 Jahren, hauptsächlich im Kontext von Zuständigkeitsfindung und berät dabei Verwaltungen auf Landesebene.

16:30h

Pause

17:15h

Parallele Workshops 22-28

22 | Verwaltung spielt (nicht) mit Fehlern – oder doch? Das Brettspiel für eine bessere Fehlerkultur

Im Verwaltungskontext gilt: Fehler vermeiden, Risiken minimieren, Verantwortung tragen. Doch wer Neues wagt – etwa im Zuge der Digitalisierung – stößt früher oder später an die Grenzen perfektionistischer Routinen. Denn Innovation bedeutet auch: Ausprobieren, Unsicherheit aushalten, aus Rückschlägen lernen und gemeinsam weiterdenken. Denn erst dann kommt ihr richtig voran – als erster Schritt auf unserem Spielbrett!
In unserem interaktiven Workshop erlebt ihr ganz spielerisch, wie viel Potenzial in einer offenen Fehlerkultur steckt: In Kleingruppen taucht ihr mit einem eigens entwickelten Brettspiel in typische Dilemmata des Verwaltungsalltags ein – und spürt unmittelbar, wie sich euer individueller und kollektiver Umgang mit Fehlern auf Zusammenarbeit, Lernprozesse und Fortschritt auswirkt.
Diskutiert, stimmt ab, experimentiert: Welche Maßnahmen bringen euer Referat wirklich weiter? Und was könnt ihr dafür heute schon tun?

„Warum setzen sich nicht mal alle an einen Tisch und reden?“ Kommunikation ist es, was Susanne Walter jeden Tag an- und umtreibt. Ihr Ziel: Menschen zu unterstützen, Veränderungen anzustoßen und (bessere) Entscheidungen zu treffen. Susanne ist Biologin und Journalistin und begleitet nach Jahren im Marketing inzwischen erfolgreich Teams als agile Coach durch stürmische Zeiten. Strukturiert und mit viel Empathie gelingt es ihr, Komplexes in etwas Greifbares zu verwandeln, Struktur ins vermeintliche Chaos zu bringen und gemeinsam pragmatische Lösungen zu finden. Als erfahrene Organisationsberaterin bei der Apiarista GmbH stehen für sie die Menschen stets im Mittelpunkt ihrer Arbeit.

Marco Böhm begleitet Organisationen aus Verwaltung und Wirtschaft in Veränderungsprozessen – mit einem besonderen Blick für Strukturen, Kommunikation und Zusammenarbeit. Mit seinem Hintergrund als Diplom-Informatiker und langjähriger Erfahrung als systemischer Berater, Trainer und Moderator in Transformations- und Digitalisierungsprojekten baut er die Brücke zwischen Mensch und Technik. Sein Ansatz: praxisnah, menschenorientiert und immer darauf ausgerichtet, Herausforderungen gemeinsam lösbar zu machen.

23 | Was ist denn jetzt schon wieder “Low-Code”?

Zusammen mit der Low-Code-Association e.V. möchten wir über die Chancen, Einsatzgebiete und Lösungen reden, die der Low-Code-Ansatz nicht nur “echten” Programmierer:innen bietet, sondern auch Anwendenden von Workflowsystemen, Fachverfahren oder ganz einfach denen, die in ihrer Behörde Vorgänge vielleicht auch im Do-it-yourself als “Citizen Developer” automatisieren möchten. Wir klären auf über den Marketingbegriff “Low-Code” – aus der Sicht der Informatiker:innen – und suchen gemeinsam Ansätze für eure Probleme und Beispiele für bereits gelöste Herausforderungen – aus der Sicht der Behörden.

Tim Pidun, Professor für Wirtschaftsinformatik/Digitale Verwaltung an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Vanessa Schmitz, Head of Association Office des Low-Code Association e.V.

24 | Setzen aktuelle KI-Ausschreibungen die Zukunftsfähigkeit des Staats aufs Spiel? – Beobachtungen und Lösungsansätze

Warum scheitern so viele KI-Projekte schon bevor sie starten? In dieser interaktiven Session werfen wir gemeinsam einen Blick auf gescheiterte Ausschreibungen. Anhand konkreter (anonymisierter) Beispiele identifizieren wir typische Stolpersteine, „Red Flags“ und Denkfehler – und entwickeln gemeinsam Ansätze, wie solche Ausschreibungen schnell erkannt werden können und wie KI-Vorhaben künftig realistischer, besser strukturiert und erfolgreicher ausgeschrieben werden können. Ob ihr in der Verwaltung KI-Projekte umsetzen wollt oder als Dienstleister auf Ausschreibungen reagiert: Bringt eure Erfahrungen, Fragen und Ideen mit und nehmt praxisnahe Impulse für bessere Ausschreibungen mit zurück in euren Arbeitsalltag.

Caspar Richter ist verantwortlich für KI-Strategie-Entwicklung bei Kunden genauso wie bei ]init[ – und deckt dabei Themen von der Initialberatung über Entwicklungsprojekte bis zur Plattform-Strategie ab. Caspar hat langjährige Erfahrung in der föderalen Digitalisierung, im Ausschreibungsmanagement und Programmmanagement.

Fritz Gerhard ist Vice President Products bei der codecentric AG mit dem Schwerpunkt auf nachhaltiger Lösungs- und Produktentwicklung. In dieser Rolle hat er unter anderem den Weg der codecentric AG zum NEGZ · Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung mit vorbereitet. Sein besonderes Interesse gilt der digitalen Transformation der öffentlichen Verwaltung in Deutschland.

Thomas Manthey ist seit mehr als 25 Jahren in der Entwicklung digitaler Produkte unterwegs, fast von Anfang an begleitet ihn dabei auch das Thema künstliche Intelligenz. Bei der codecentric verantwortet er zur Zeit hauptsächlich die Aktivitäten rund um SHERLOQ, den KI-Assistenten in der intelligenten Verarbeitung von Dokumenten in Organisationen und sucht in der übrigen Zeit gemeinsam mit unseren Kunden Use-Cases für den produktiven Einsatz von KI.

Tom Schlansky ist Key Portfolio Manager für Künstliche Intelligenz bei der ]init[ und verantwortet dort die strategische Ausrichtung und Marktpositionierung des KI-Portfolios. Mit seiner langjährigen Erfahrung in Digitalisierungsprojekten der öffentlichen Verwaltung, Angebotsvorbereitung, Ausschreibungen sowie der Brückenfunktion zwischen Vertrieb und Delivery berät Schlansky öffentliche und private Auftraggeber bei der Konzeption und Umsetzung erfolgreicher KI-Projekte.

25 | Minihackathon: Ein Fall sucht seine Retter

In dieser Session erwartet euch ein echter Verwaltungsfall, den ihr euch umständlicher nicht vorstellen könnt:

Ein Schreibtisch voller Papierakten, doppelte Buchführung, Eingangsstempel, komplexe Zuständigkeiten, Fachverfahren, händische Signaturen und Verantwortungsdiffusion. Herrlich!

Zuerst stellen wir euch den Fall mit Hilfe der Visualisierungstechnik Sketch Notes vor und dann seid ihr dran: In kleinen Teams entwickelt ihr erste Konzeptideen oder visuelle Prototypen für eine digitale Lösung. Natürlich rechtssicher, barrierefrei, schnell und ohne Papierstau. Dabei könnt ihr eure ganzen Erfahrungen und Ideen einbringen und wir zeigen euch, wie ihr Sketch Notes für euch nutzen könnt, um einen Prozess oder einen Gedanken so darzustellen, dass er im Kopf bleibt.

In anschließenden Pitches stellt ihr dann eure Ideen vor, wie ihr unseren Fall ins Jahr 2035 katapultieren könnt. Und die beste Lösung gewinnt einen Preis: Die goldene Büroklammer am Bande!

Challenge accepted?

Martina Bodesheim startete als Lehrerin und entschied sich dann für den Quereinstieg in die Verwaltung. Ihre Themen sind RPA und Change Management.

Natalie Guttzeit ist Visualisiererin und fertigt MindMaps und Protokolle von Vorträgen und Veranstaltungen an. Dabei stellt sie Inhalte mit Sketch Notes dar, zeichnet Flipcharts und protokolliert visuell.

26 | Vom Fax zur Digitalisierung in 80 Tagen – Eine verrückte Reise durch die Verwaltung

Live-Interaktion für euch mit KI, Low-Code, RPA, Open-Source und einer ordentlichen Portion Mut!

Begebt euch mit uns auf eine spannende Reise “Vom Fax zur Digitalisierung in 80 Tagen” und erlebt Digitalisierung hautnah! In unserem Workshop vermitteln wir euch umfassendes Wissen und praktische Anwendungen zu den Technologien KI, Low-Code-Entwicklung, Open-Source Arbeitsplätzen und RPA. Durch interaktive Live-Demonstrationen erfahrt ihr, wie diese Technologien für sich oder auch zusammen arbeiten und Verwaltungsprozesse nachhaltig transformieren können. Nutzt die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Wissensvermittlung, während ihr Stempel auf eurem Magenta Pass sammelt, wenn ihr die verschiedenen Stationen erfolgreich absolviert habt. Gestaltet gemeinsam mit uns die Zukunft der modernen und vernetzten Verwaltung!

Team Magenta FAXit: Wir sind Team FAXit – sechs Köpfe, eine Mission: Deutschlands Verwaltung raus aus der Zettelwirtschaft und rein in die digitale Zukunft bringen.

Adel, Rafael, Sabine, Johannes und Rouven – das ist geballte Erfahrung aus Technologie, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis. Wir kommen aus verschiedenen Ecken, aber treffen uns alle bei der Deutschen Telekom mit einem gemeinsamen Herzensthema: Digitalisierung im öffentlichen Sektor.
Ob mit RPA, KI oder Low-Code – wir denken Verwaltung neu, verbinden technologische Expertise mit echter Praxisnähe und bringen jede Menge Leidenschaft und Know-how aus Projekten bei Bund, Ländern und Kommunen mit. Wir wissen, wie die Verwaltung tickt – und wie man sie digital rockt.
Unser Ziel: Nicht nur reden, sondern machen. Und dabei zeigen, wie moderne Technologien mehr sein können als Buzzwords – nämlich echte Werkzeuge für Menschen, Prozesse und Fortschritt.

27 | Interaktive Entdeckerreise: Co-kreative Nutzendenforschung spielerisch lernen

Lust auf einen Perspektivwechsel, der Spaß macht? In dieser Werkstatt schlüpft ihr gemeinsam mit eurem Team in verschiedene Rollen und identifiziert relevante Zielgruppen für ein fiktives Projekt. Schritt für Schritt entdeckt ihr mit Leitfäden, Vorlagen und kleinen haptischen Überraschungen ein spielerisches Format, bei dem ihr die Bedürfnisse von Bürger:innen hautnah erforscht. Ganz ohne trockene Theorie erlebt ihr, wie leicht sich nutzendenzentrierte Methoden in den digitalen Verwaltungsalltag übertragen lassen.

Maria Formisano ist seit 2021 Expertin für Nutzendenzentrierung bei der Deutschen Rentenversicherung Bund in der Stabsstelle “Digitalstrategie und digitale Transformation” und treibt dort die digitale Transformation mit Haltung und Methode voran. Sie hat das Dezernat „Methodenkompetenz und Innovationsmanagement“ mit einem starken Team aus Service Designer*innen, User Researcher*innen und Agile Coaches aufgebaut. Gemeinsam gestaltet sie mit dem Team “SkaliMeX” (Skalierung methodischer Expertise) Veränderung für eine Organisation mit über 26.000 Mitarbeitenden und 35 Millionen Kund*innen – nutzendenzentriert, systematisch und wirksam mit klarer Mission: Herausforderungen verstehen, Lösungen gemeinsam entwickeln und Lust auf Veränderung wecken – für eine leistungsfähige Verwaltung, die den digitalen Erwartungen unserer Gesellschaft gerecht wird.

28 | Agenten im Einsatz: Spielerisch KI-Agenten verstehen und Kompetenzen für die Zusammenarbeit entwickeln

Stellt euch vor, KI-Agenten sind ein Bestandteil eures behördlichen Arbeitsalltags und unterstützen euch bei Herausforderungen und der Überwindung von komplexen Aufgaben. Was einst nach Science Fiction klang ist heute tatsächlich realisierbar.
In unserem interaktiven Workshop taucht ihr aktiv ein in die Welt der KI-Agenten: Ihr lernt, wie diese Systeme lernen, planen und Entscheidungsempfehlungen treffen – und das auf spielerische Weise, unter anderem mit einem speziell entwickelten Agenten-Kartenspiel.
Nachdem alle Teilnehmenden erste Erfahrungen mit KI-Agenten gesammelt haben, werden wir gemeinsam erarbeiten, wie solche Systeme in öffentlichen Behörden eingesetzt werden können: Welche Kompetenzen und Team-Konstellationen werden gebraucht? In welchen Situationen und Kontexten macht es am meisten Sinn, KI-Agenten einzusetzen? Und was ist aus ethischer und rechtlicher Perspektive dabei zu beachten?
Freut euch auf praxisnahe Einblicke, kreativen Ideenaustausch und inspirierende Diskussionen – ein Workshop, bei dem spielend Lernen und Ideen entwickeln im Mittelpunkt stehen!

Sebastian Bünker ist Experte für Künstliche Intelligenz und Datenräume bei IBM iX. Er beschäftigt sich vor allem mit der Umsetzung neuer europäischer KI-Regulierungen wie dem EU AI Act und deren Auswirkungen auf Unternehmen. Sebastian tritt regelmäßig als Sprecher auf Fachveranstaltungen auf und vermittelt dort praxisnahes Wissen zu KI, Datenmanagement und digitalen Innovationen. Sein Schwerpunkt liegt auf der sicheren und gesetzeskonformen Integration von KI-Technologien im Unternehmenskontext und in der digitalen Verwaltung.

Victoria Boeck ist nicht nur Technical Consultant bei IBM iX, sondern engagiert sich auch als Vorstandsmitglied im Arbeitskreis Open Data / Open API bei der Bitkom. In beiden Rollen setzt sie sich für die Förderung von Offenheit und Transparenz im Umgang mit Daten ein und bringt ihre Expertise in die Entwicklung von Standards und Best Practices für offene Schnittstellen und Daten ein. Dabei trägt sie dazu bei, die Potenziale von Open Data für Innovation, Verwaltungsmodernisierung und gesellschaftlichen Mehrwert sichtbar zu machen.

19:00h

Abendessen & geselliger Ausklang im Restaurant MARS


Anmeldung

Bitte beachtet: Für die Herbsttagung erheben wir dieses Jahr erstmals eine Teilnahmegebühr von 60 € für NEGZ-Mitglieder und Angehörige von Mitgliedsorganisationen sowie 80 € für Nicht-Mitglieder.
Warum? Weil wir planen wollen – mit euch! In der Vergangenheit wurden viele Plätze kurzfristig nicht genutzt. Das ist schade für alle, die auf der Warteliste stehen – und für den gemeinsamen Austausch. Eine Stornierung deines Tickets zum vollen Preis ist bis drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn (So, 24.8.) möglich. Danach ist nur noch eine Erstattung von max. 50% des Ticketspreises möglich.
Referent:innen (also alle, die einen Workshop geben) wählen bitte das kostenlose “Referent:innen”-Ticket aus.

Hinweis: Bei unserer Herbsttagung werden Fotos gemacht. Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmst du zu, dass wir Fotos, auf denen ggf. auch du zu sehen bist, veröffentlichen und zu nicht-kommerziellen Zwecken verwenden dürfen. Wenn du dich unwohl fühlen solltest bzw. nicht fotografiert werden möchtest, sprich unsere Fotografin oder ein anderes Mitglied unseres Teams an.


So war’s letztes Jahr:


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